{"id":29,"date":"2025-09-05T20:30:33","date_gmt":"2025-09-05T18:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/?page_id=29"},"modified":"2026-02-16T12:24:34","modified_gmt":"2026-02-16T11:24:34","slug":"pferdekoerperausbildung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/","title":{"rendered":"Pferdek\u00f6rperausbildung"},"content":{"rendered":"\n<p>Weil eine Ausbildung des Pferdes bei seinem K\u00f6rper beginnen muss<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben mit unseren Pferden in einer Welt, bei der die Umwelt nicht nur bewegungsarm, sondern vor allem arm an Informationen und Impulsen geworden ist, die den K\u00f6rper und die K\u00f6rperteile des Pferdes in Bewegung bringen k\u00f6nnten. Die st\u00e4ndige Reiz\u00fcberflutung, Druck, Stress und die \u00dcberlastung der Vorhandlastigkeit setzen dem Pferdek\u00f6rper immer mehr zu und verhindern die naturgem\u00e4\u00dfe st\u00e4ndige Entwicklung und Weiterentwicklung des Pferdes. In Folge wird das Pferd immer weniger belastbar und anf\u00e4llig f\u00fcr Bewegungsdefizite.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinneswahrnehmungen entscheiden \u00fcber die Bewegungen des Pferdes<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir an der k\u00f6rperlichen Entwicklung des Pferdes dabei sein wollen und sie f\u00fcr die Vorbereitung zum trag- und belastungsf\u00e4higen Reitpferdek\u00f6rper in die richtige Richtung leiten wollen, m\u00fcssen wir den offensichtlichen Defiziten &#8211; vor allem den Sinneswahrnehmungen des Pferdes eine viel gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit schenken als bisher<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn einfache, allt\u00e4gliche Bewegungen des Pferdes zum Problem werden<\/p>\n\n\n\n<p>Erstaunlicherweise wissen Pferdeausbildungen bis heute sehr wenig dar\u00fcber, wie man das Pferd an seinen Bewegungen teilhaben lassen kann. Die Pferdebewegung wird noch immer als etwas verstanden, was nur in den Beinen des Pferdes passiert \u2013 und \u201eausgebildet\u201c wie vor 500 Jahren &#8211; ohne die hochfeinen Sinne des Pferdes in ihrer Wirkung und in ihrer Auswirkung zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sinnesarmer Pferdek\u00f6rper verhindert eine belastungsfreie Reiterei<\/p>\n\n\n\n<p>Allen Erkenntnissen zum Trotz wendet der Mensch traditionell seine ganze Kraft auf eines der empfindsamsten Regionen &#8211; auf Kopf und Hals des Pferdes an. Der Mensch hat sich an die mechanische Formung des Pferdek\u00f6rpers \u00fcber viele Jahrtausende so gew\u00f6hnt, dass er gar nicht mehr in Betracht zieht, wie sehr er dabei die angeborenen Bewegungssinne unterdr\u00fcckt w\u00e4hrend die Energiesysteme des Pferdes den oft chronischen Stress und die Verspannungen in den K\u00f6rpersystemen abspeichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl gerade das Pferd auf Stress und Druck mit so negativen Ver\u00e4nderungen seines K\u00f6rpers reagiert, die dann im gestressten, reflexhaften Verhalten und seiner k\u00f6rperlichen Ersch\u00f6pfung sichtbar werden, aus denen sich das Pferd selbst nicht erholen kann, weil die Ressourcen des K\u00f6rpers aufgebraucht sind, sind Eigenbewegungen und Sinneswahrnehmungen des Pferdes weiterhin Fremdw\u00f6rter in Ausbildungen. Mit dem Pferd wird noch immer umgegangen, als w\u00fcrde sein eigener K\u00f6rper, sein faszinierende Feinmotorik und seine feinen Sinne nicht existieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eigenwahrnehmungen des Pferdes, die das Pferd erst zur H\u00f6chstleistung seines K\u00f6rpers bringen kann, werden deshalb bei den \u201ebiomotorischen \u00dcbungen\u201c zum \u201eObjekt der Begierde\u201c. Nicht angelernte Bewegungen, sondern die Regulierung der K\u00f6rpersysteme durch eigene Bewegungen des Pferdes, ist der Punkt, an dem die \u201ePferdek\u00f6rperausbildung\u201c ansetzt. Und r\u00e4umt dementsprechend erstmal mit allem auf, was das Pferd belastet.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Pferdek\u00f6rper selbst gel\u00f6ste K\u00f6rperteile er\u00f6ffnen eine v\u00f6llig neue Betrachtungsweise<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Pferd \u00fcber seine Sinneswahrnehmungen auszubilden, er\u00f6ffnet nat\u00fcrlich einen v\u00f6llig neuen Blickwinkel auf die k\u00f6rperliche Ausbildung eines Pferdes, denn an nur wenigen K\u00f6rperstellen kann der Vagusnerv (einer der Gehirnnerven &#8211; der in den K\u00f6rper geht und den das Pferd zu seiner Regulation und Steuerung braucht) des Pferdes nur direkt stimuliert werden \u2013 etwa am Hals, oder hinter den Ohren. Zweige des Vagusnervs verlaufen da dicht unter der Haut. Aber dazu braucht der Vagusnerv durchl\u00e4ssige Gewebe statt den traditionellen Spannungsmustern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eigenbewegungen verringern chronische Gesundheits- und Stressmuster<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ablauf der \u201ePferdek\u00f6rperausbildung\u201c beginnt deshalb f\u00fcr den Menschen damit, das Pferd wieder f\u00fcr seine eigenen Bewegungen zu interessieren. Mit jeder \u201eeigenen Bewegung\u201c l\u00f6sen sich einschr\u00e4nkende Spannungsmuster und der Druck auf Wirbel und Gelenke verringert sich. Die Bewegungsfreude des Pferdes befreit sich durch seine K\u00f6rperteile des Pferdes und das Pferd findet in die zusammenwirkende Motorik seines K\u00f6rpers. Die Selbstaufrichtung entwickelt sich \u00fcber die Hinterhand und die gleichseitige Geraderichtung und richtige Ausrichtung des Skeletts.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hauptaugenmerk der \u201ePferdek\u00f6rperausbildung\u201c ist aber immer noch die k\u00f6rperliche Ausbildung des Pferdes zum Reitpferd oder zu anderen k\u00f6rperlichen Leistungen des Pferdes. Es ist der Prozess der \u201efrei beweglichen\u201c K\u00f6rperteile, der das Pferd k\u00f6rperlich leistungsf\u00e4hig, wider-standsf\u00e4hig und tragf\u00e4hig macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem plastisch vernetzten \u00e4u\u00dferst tragf\u00e4higen und stressresistenten Organismus \u2013 f\u00fcr den die Reiterei keine Belastung, sondern Weiterentwicklung ist, wird ein neuer Prozess gestartet und das Pferd geht mit seinem Menschen in die Entwicklung von Reitbewegungen und G\u00e4ngen, Lektionen, k\u00f6rperlicher Leistungen und \u00fcberhaupt alles, was das Herz des Menschen begehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man sich leicht denken kann, entsteht dabei eine v\u00f6llig andere Sicht- und vor allem Handlungsweise der Reiterei. Eine Reiterei, bei der der Mensch mit den Bewegungen des Pferdes eng verflochten wird und sich nicht mehr damit besch\u00e4ftigen muss, die Bewegungs-einschr\u00e4nkungen, die Fehlstellungen und Fehlhaltungen des Pferdes in \u201eZaum zu halten\u201c, den Stress des Pferdes zu korrigieren und zu kontrollieren, sondern \u201eeinfach\u201c reiten kann und mit den Bewegungen des Pferdes einen feinmotorischen K\u00f6rperaustausch pflegen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere \u201eKraft\u201c als Mensch liegt nicht in der Muskelkraft<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sehr wir unsere besonderen \u201eKr\u00e4fte\u201c durch Muskelkraft selbst verhindern, werden sie wahrscheinlich erst feststellen, wenn Sie bemerken, mit wie vielen verk\u00fcrzten Strukturen sich Ihr Skelett herumschlagen muss. Und wenn Sie unterst\u00fctzt von den \u201ePlacements\u201c zu anderen, &nbsp;unentdeckten Bewegungsm\u00f6glichkeiten in ihrem K\u00f6rper finden, die ihren Beinen gestatten, Sie leichter durchs Leben zu tragen und ihren Armen erm\u00f6glichen, die Welt anders zu \u201ebegreifen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil sich ein freier Kopf leichter bewegt<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn Sie sich dann noch von Ihrem \u201evorgelagerten\u201c Kopf verabschieden (der Kopf darf nat\u00fcrlich bleiben \u2013 aber aufgerichtet und \u201egetragen\u201c eben) wirkt das endg\u00fcltig wie eine Befreiung f\u00fcr ihren Nacken, ihre Schultern und ihr Gehirn. Sie befreien sich von qu\u00e4lenden Gedanken und ganz praktisch auch von den \u201eAblagerungen\u201c in ihren Gehirnwindungen und k\u00f6nnen auf diese Weise die heilende Kraft der Bewegung f\u00fcr sich entdecken, mit der Sie zus\u00e4tzlich dazu beitragen, dass sich die Pferde um Sie herum, beginnen werden, sich anders zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine st\u00e4ndig \u201egepflegte\u201c Interaktion ist die \u00e4lteste Form der Kommunikation<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche allen Lesern und Leserinnen, dass sie durch die \u201ePferdek\u00f6rperausbildung\u201c mit neuen Augen auf die Bewegungen des Pferdes sehen k\u00f6nnen. Mit der Bewegungsfreiheit der K\u00f6rperteile f\u00e4ngt eine Verwandlung des Pferdes \u2013 aber auch eine Wandlung der Beziehung zu ihrem Pferd an. Es darf wirklich nie darum gehen, das Pferd in seinen Bewegungen zu kontrollieren oder gar so zu formen, bis sich das Pferd nicht mehr wagt, sich zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche mir, dass sich durch die \u201ePferdek\u00f6rperausbildung\u201c auch Ihr Handeln mit dem Pferd wandeln wird und bewegungsfreundlicher, gelassener \u201emenschlicher\u201c und wohlwollender wird und so langsam, aber sicher Druck, technischer Zwang, mechanische Manipulation, Spannung, Stress und k\u00f6rperliche Ersch\u00f6pfung endlich aus der Welt des Pferdes eliminiert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Monika Buhl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil eine Ausbildung des Pferdes bei seinem K\u00f6rper beginnen muss Wir leben mit unseren Pferden in einer Welt, bei der die Umwelt nicht nur bewegungsarm, &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":492,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"folder":[8],"class_list":["post-29","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/29","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/29\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":542,"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/29\/revisions\/542"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29"}],"wp:term":[{"taxonomy":"folder","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ffolder&post=29"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}