{"id":814,"date":"2026-05-05T09:56:35","date_gmt":"2026-05-05T07:56:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/?page_id=814"},"modified":"2026-05-13T10:27:13","modified_gmt":"2026-05-13T08:27:13","slug":"selber-machen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pferdekoerperausbildung.de\/?page_id=814","title":{"rendered":"Selber machen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wichtigste Aspekt ist, dass das Pferd selbst sp\u00fcrt und herausfindet, welche Bewegung ihm guttut. Das wird nat\u00fcrlich in den aufeinander aufbauenden Phasen, unterschiedlich sein (je mehr Variationen das Pferd sammeln kann). Eigentlich stellt das Pferd selbst sein eigenes Ausbildungs- und Entwicklungsprogramm aus seinen Bewegungsm\u00f6glichkeiten zusammen, wir dagegen geben dem Pferd \u201enur\u201c die Anregungen, die Vorschl\u00e4ge und Ideen f\u00fcr andere Bewegungen (die das Pferd ja gar nicht kennen kann), und zeigen ihm viele Variationen der bereits m\u00f6glichen Bewegungen (z.B. das Verl\u00e4ngern und Verk\u00fcrzen des Rippenkorbes wenn die Bewegungsf\u00e4higkeit der Wirbelkette dazu gekommen ist) aus denen das Pferd dann seine F\u00e4higkeiten entwickeln kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas Pferd \u201eversteht\u201c immer besser, was ich meine\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Ausdruck h\u00f6re ich sehr oft. Leider schl\u00e4gt bei den meisten Menschen an diesem Punkt wieder einmal die Gewohnheit zu. Der Mensch ist es gewohnt, und hat es ja auch in manchmal vielen Jahren gelernt, dass WIR dem Pferd eine Anweisung geben und das Pferd sie m\u00f6glichst brav und gehorsam zu erf\u00fcllen hat. &#8222;Aktion&#8220; &#8211; &#8222;Reaktion&#8220; eben&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lassen Sie ihr Pferd seine eigenen Bewegungen suchen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230;machen Sie ihm einfach viele verschiedene \u201eVorschl\u00e4ge\u201c und warten ab, was es davon annimmt oder annehmen kann. Es gilt dabei ein Satz: &#8222;das Pferd zeigt immer das, was es kann &#8211; das, was es nicht zeigt, kann es noch nicht, und muss es erst im K\u00f6rper entwickeln). &#8222;Biomotorische \u00dcbungen&#8220; sind lange Zeit Probierbewegungen. Und darum ist bei der \u201eBewegungssuche\u201c &#8211; bei der Entwicklung in der &#8222;Phase 1&#8220; auch alles richtig was das Pferd macht &#8211; ganz einfach, weil es nicht falsch ist. Bei Ihnen sieht das hingegen ein bisschen anders aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine \u201eBefehlserf\u00fcllung\u201c setzt andere Vorg\u00e4nge im Gehirn des Pferdes frei, die wir zu den Eigenbewegungen des Pferdes (Biomotorik) nicht gebrauchen k\u00f6nnen. Dabei verlernt der Organismus des Pferdes nach anderen, nach besseren M\u00f6glichkeiten zu suchen, schlechtere mit besseren Bewegungen zu ersetzen (was die Grundlage jeder Bewegungsentwicklung und eigentlich auch jeden anderen Lernens sein sollte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichbleibende stereotype Bewegungen durch die \u201eBefehlserf\u00fcllung\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pferd \u201egew\u00f6hnt\u201c sich an die \u201eBefehle\u201c \u2013 das also jemand anders f\u00fcr seinen K\u00f6rper \u201edenkt\u201c &#8211; und erwartet schon nach kurzer Zeit die \u201eBefehle\u201c, die aus Zwang und Druck bestehen k\u00f6nnen, oder gut getarnt als \u201eSpiel\u201c daherkommen \u2013 aber einer freien Bewegungsentfaltung komplett entgegenlaufen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch beginnt zu \u201eloben\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil das Bewegungsspektrum des Pferdes, fast unbemerkt, schrumpft und immer kleiner wird, beginnt der Mensch die Bewegungen, die sich sehr \u00e4hneln (weil die Vielfalt unterbunden wird) zu bewerten. Diese Bewertung tun wir manchmal kund, wenn wir die \u201ebesseren\u201c (der \u00e4hnlichen Bewegungen) zu &#8222;loben&#8220; beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch da wird der Unterschied in der \u201ePferdek\u00f6rperausbildung\u201c deutlich, denn den bunten Mix an Bewegungsm\u00f6glichkeiten, die sich das Pferd nach einiger Zeit traut, in den &#8222;biomotorischen \u00dcbungen&#8220; zu zeigen, kann man nicht bewerten \u2013 man kann sich aber stattdessen mit dem Pferd zusammen freuen, wenn sich etwas so richtig gut anf\u00fchlt\u2026Und sie k\u00f6nnen sich gemeinsam mit ihrem Pferd an fast allem freuen. Und wenn es nur ist, das es an dem Tag seine Ohren so besonders sch\u00f6n stellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der wichtigste Aspekt ist, dass das Pferd selbst sp\u00fcrt und herausfindet, welche Bewegung ihm guttut. 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