Der Pferdekörper selbst schreibt uns unseren „Ausbildungsplan“ vor
Erste Phase in der „Pferdekörperausbildung“
Erste Phase der „biomotorischen Übungen“ beim Pferd: alles bewegt sich rund um die Wirbelkette des Pferdes – der Bewegungsgrundlage des Pferdes – damit sie Bewegungsfähigkeit und Wirbelfreiheit bekommt.
Ihr Reiterkörper in der ersten Phase: auch ihr Körper kommt in den „Placements“ mit der Bewegungsfähigkeit seiner Wirbelkette in Berührung. Dadurch kommt eine ganz neue Lebendigkeit in ihren Kopf, Arme, Hände und Beine. Ihr Handling, und das Spiel mit Bewegungen verändert sich. Sie nehmen nun sowohl die Entwicklung, als auch und die Einschränkungen ihres Pferdes ganz anders wahr, weil Sie bei sich etwa dieselbe Entwicklung und dieselben Einschränkungen spüren.
Zweite Phase in der „Pferdekörperausbildung“
Zweite Phase der „biomotorischen Übungen“ beim Pferd: zu der Grundlage der „Wirbelkette“, kommen nun die „Körperteile“, es geht also um eine Kombination von der Bewegungsfähigkeit der Wirbelkette mit neuen Koordinationen und Verfügbarkeiten der Körperteile
Ihr Reiterkörper in der zweiten Phase: Ihre Arme und Beine koordinieren sich durch die „Placements“ immer besser mit der zunehmenden Bewegungsfähigkeit ihrer Wirbelkette. Aber das Blatt hat sich gewendet. Sie spüren zwar, wie Ihre Handlings und Bewegungen immer fühlender, einfühlsamer, vorausschauender und reflektiver werden. Allerdings spüren Sie auch immer deutlicher, dass ihr Körper noch viel mehr könnte und noch bewegungsfähiger wäre – dass aber der Bewegungsfähigkeit der Wirbelkette, nun die Spannungen und Festigkeiten des Alltags in Kopf, Armen und Beinen im Wege stehen.
Dritte Phase in der „Pferdekörperausbildung“
Dritte Phase der „biomotorischen Übungen beim Pferd“ : zusammen mit der Bewegungsfähigkeit der Wirbelkette und der neuen Koordination und Verfügbarkeit geht es in die Belastung des Pferdekörpers durch den Reiter und in die Motorik des Pferdes, die aus dem davor „gelernten“ entstehen kann. Die dritte Phase ist geprägt von den Eigenbewegungen, die das Pferd nun ausführen kann. Es entwickelt sich die Kraft aus der Hinterhand, der Anschluss der Hinterhand an den Rumpf, die zuverlässige und tragfähige Längsbewegung, die Selbstaufrichtung, die Geraderichtung und die Gleichrichtung. Alles das kann das Pferd durch seine „Biomotorik“ im Körper immer besser selbst ansteuern und gegebenenfalls korrigieren.
Ihr Reiterkörper in der dritten Phase: In der dritten Phase lernt ihr Körper mit der Bewegungsfähigkeit der Wirbelkette und der Koordination der Körperteile sich in die Bewegungen des Pferdes „auf dem Pferd“ einzufühlen. „In der Bewegung sitzen“, die unabhängigen Beine, die losgelassenen Hände und das Becken, dass nun auf dem Pferderücken (ca. 1m über dem Erdboden) die Bewegung der Beine übernehmen muss, sind die Hauptthemen
Vierte Phase in der „Pferdekörperausbildung“
Vierte Phase der „biomotorischen Übungen“ beim Pferd: alles, was das „gemeinsame Reiten“ verfeinert und verbessert ist nun gefragt. Denn alles, was man gemeinsam miteinander ausprobiert und entdeckt, verfeinert und verbessert nun die Bewegungsfähigkeit der Wirbelkette, der Koordination der Körperteile und die Motorik im Körper.
Ihr Reiterkörper in der vierten Phase: alles, was das „gemeinsame Reiten“ verfeinert und verbessert ist nun gefragt. Denn alles, was man gemeinsam miteinander ausprobiert und entdeckt, verfeinert und verbessert nun die Bewegungsfähigkeit der Wirbelkette, der Koordination der Körperteile und die Motorik im Körper. ( Ich habe mich nicht verschrieben und alles doppelt erwähnt – aber da Sie jetzt „gemeinsam Reiten“ wirkt das, was im Pferdekörper wirkt, auch in ihrem Körper – und natürlich auch umgekehrt)
Fazit: Sie kennen bestimmt das Spiel: „ich packe meinen Koffer und nehme mit“ Während dieses Spiel das Gedächtnis fördert, weil es einen Gegenstand um den anderen zufügt, fördert die „Pferdeausbildung“ den Pferde- und den Menschenkörper gleichzeitig, weil ein Bewegungs-faktor nach dem anderen, zu der naturgemäßen Grundlage der Wirbelkette zugefügt wird.
